Anna-Lena Friedsam spielt bei AK Ladies Open 2019

Anna-Lena Friedsam spielt bei den AK ladies open

Für Razvan Mihai ist es das nach eigener Aussage schönste Geschenk im Vorfeld der sechsten Auflage der „AK ladies open“: „Eine Weltklassespielerin, die dann auch noch aus der Region kommt – was willst du mehr?“, fragt der Turnierdirektor des Frauentennis-Weltranglistenturniers im Altenkirchener SRS-Sportpark. Es gab seit dem Jahr 2014 einige Spielerinnen, die im Westerwald aufschlugen und zu früheren Zeiten auf renommierten Plätzen im Ranking der Besten standen oder es später nach einer starken Entwicklung dorthin schafften. Mit Anna-Lena Friedsam aus Oberdürenbach im Landkreis Ahrweiler stoßen die „AK ladies open“ in eine neue Dimension vor.

Durch ihre langwierige Schulterverletzung und eine lange Zwangspause ist die 24-Jährige in der Weltrangliste abgerutscht, doch im Jahr 2019 hat sie dank ihres geschützten Listenplatzes 50, im Fachjargon als „Protected Ranking“ bezeichnet, alle Chancen, auch bei den großen Turnieren ins Hauptfeld zu kommen. In Altenkirchen erhält Friedsam eine von vier Wildcards für das 32-köpfige Hauptfeld, das vom 18. bis 24. Februar auf der Glockenspitze ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 25 000 Dollar unter sich ausspielt. Turnierdirektor Mihai empfiehlt den Tennisfans auch schon, sich einen Termin fest im Kalender zu notieren: „Anna-Lena wird am 19. Februar, unserem ersten Hauptfeldtag, in der Night-Session zum Spiel des Tages auf dem Platz stehen.“

Anna-Lena Friedsam, Endspiel Deutsche Meisterschaften 2018
Tennis – Deutsche Meisterschaften 2018 – Deutsche Meisterschaft – – Biberach an der Riss – Baden-Wuerttemberg – Germany – 16 December 2018.
© Juergen Hasenkopf

Durch ihre Wildcard musste sich die Deutsche Meisterin von 2018 erst gar nicht anmelden für das Turnier. Der Rest, der um die Nachfolge der Vorjahressiegerin Harriet Dart aus Großbritannien buhlt, hatte dafür bis Donnerstagnachmittag, 15 Uhr, Zeit. Nun warten die Turniermacher, wer sich bis zum kommenden Dienstag, 15 Uhr, noch zurückzieht. So lange besteht die Möglichkeit dazu.

„Wir können uns aber schon jetzt sicher sein, dass wir wieder ein tolles Teilnehmerfeld haben werden“, sagt Mihai mit Blick auf die Namen, die in der ellenlangen Meldeliste auftauchen.

Die Spielerin mit dem derzeit höchsten Ranking ist die Schweizerin Conny Perrin (144), gefolgt von Anna Kalinskaya (Russland, 146) und Irina Maria Bara (Rumänien, 161). Kalinskaya war bereits vor zwei Jahren in Altenkirchen zu Gast und erreichte damals das Halbfinale. Mit der Niederländerin Bibiane Schoofs hat sich auch die Siegerin von 2017 eingetragen, Vorjahresgewinnerin Harriet Dart bevorzugt hingegen ihr parallel stattfindendes „Heimturnier“ in Glasgow.

Zahlreiche Spielerinnen, die eine Teilnahme in Altenkirchen ins Auge gefasst haben, schnupperten in diesem Jahr bei den Australian Open bereits Grand-Slam-Luft. Alle 14, die nach aktuellem Stand über die Weltrangliste einen Hauptfeldplatz sicher haben, standen in Melbourne auf dem Court. Am weitesten schaffte es im Einzel Anna Kalinskaya, die die Qualifikation überstand und in der ersten Hauptfeldrunde Aryna Sabalenko unterlag. Und Altenkirchen darf sich auf eine frischgebackene Grand-Slam-Siegerin freuen: Barbora Krejcikova aus Tschechien gewann vor einer Woche bei den Australian Open gemeinsam mit dem US-Amerikaner Rajeev Ram die Mixed-Konkurrenz und stand im Doppel gemeinsam mit ihrer Landsfrau Katerina Siniakova im Viertelfinale. Hier scheiterten sie denkbar knapp an den späteren Turniersiegerinnen Samantha Stosur und Shuai Zhang aus Australien beziehungsweise China mit 6:7 und 6:7. „Viele Spielerinnen haben sowohl für unser Turnier als auch für das in Glasgow gemeldet und werden ihre endgültige Entscheidung, wo sie antreten, noch treffen. Es wäre jetzt viel Spekulation dabei, wenn man sagt, ,die Spielerin kommt wahrscheinlich, und die eher nicht‘. Wir müssen noch ein paar Tage abwarten, bis wir Gewissheit haben. Auf jeden Fall werden wir aber ein Qualifikationsfeld stehen haben, das vor zwei Jahren noch unser Hauptfeld gewesen wäre. Die ,AK ladies open‘ entwickeln sich weiter“, freut sich Mihai.