Verbandsspiele starten mit Doppel

Lange Zeit mussten die Tennisspieler der Region, einschließlich ihrer Vertretung beim Tennisverband Rheinland zittern, doch nun ist klar: Die Medenrunde 2020 kann beginnen. Bereits am 3. Juni-Wochenende startet das Tennis als erster Breitensport überhaupt im Amateurbereich unter Berücksichtigung der Hygienepläne des Landes Rheinland-Pfalz in die Saison. Sportlich ausschlaggebend für die mögliche Einhaltung des geplanten Starttermins ist die Erlaubnis für das Doppel. Nachdem bislang nur einzelne Gesundheitsämter in den verschiedenen Kreisen eine Erlaubnis hierzu erteilten, andere wiederrum bis zuletzt das Doppelspielen untersagt hatten und somit lange Zeit Unklarheit herrschte, kommunizierte nun wenige Tage vor dem Saisonstart das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz, dass fortan Doppel flächendeckend im gesamten Bundesland inklusive beim Wettkampfbetrieb erlaubt sind.

Eine Entscheidung, die beim Tennisverband Rheinland für große Erleichterung sorgt. „Lange Zeit war die Situation unklar und nervenaufreibend, da es keine einheitliche Bestimmung gab. Wir haben täglich unter dem Vorsitz vom Tennisverband Rheinland-Pfalz, der im Austausch mit den Behörden stand, auf eine Entscheidung auf Landesebene gewartet und diese zum Glück nun endlich auch erhalten. Uns fällt ein großer Stein vom Herzen und wir sind froh, bereits am Wochenende wie geplant tatsächlich starten zu können“, sagt der Geschäftsführer des Tennisverbandes Rheinland Lothar Markus und ergänzt zudem: „Wir hatten uns aufgrund der Kürze der Zeit natürlich schon mit möglichen Alternativen beschäftigt. Entweder hätten wir die gesamte Saison ohne Doppel bestreiten müssen oder wir hätten den ersten Spieltag verlegt. Beides wäre sicherlich alles andere als optimal gewesen. Eine Zwischenlösung ohne Doppel am ersten Spieltag und mit Doppel bei den darauffolgenden Spieltagen war keine Option.“

Anders als zunächst befürchtet, gab es für den Tennisverband Rheinland bei den Anmeldungen zur sogenannten Übergangssaison, die ohne Auf- und Abstieg gespielt wird, ebenfalls erfreuliche Nachrichten zu vermelden. Mit knapp 1050 Mannschaftsmeldungen nehmen 60 Prozent der Mannschaften, die schon vor der Corona-Krise gemeldet hatten, nun auch an der Übergangssaison teil. Für Markus eine Bestätigung, dass der Verband, trotz im Vorfeld aufkommender Kritik, vieles richtig gemacht hat. „Es haben deutlich mehr Mannschaften gemeldet, als wir im Vorfeld angenommen hatten. Diese Tatsache zeigt uns, dass viele Vereine wieder auf Wettkampfebene spielen wollen und die Übergangssaison begrüßen. Da zudem für die nicht gemeldeten Mannschaften kein Nachteil entsteht, werten wir das deutschlandweit angewendete Konzept bis dato als einen großen Erfolg“, zieht Markus kurz vor dem Saisonstart eine erste positive Bilanz