Mitgliederversammlung 2022

An einem frühlingshaften Abend im März hatte der Tennisverband Rheinland (TVR) zur alljährlichen Mitgliederversammlung in die Aula des Gymnasiums auf der Karthause geladen. Vertreter aus insgesamt 23 Mitgliedsvereinen hatten sich neben den Ehrenmitgliedern Friedhelm Kurz und Hans Molitor sowie Jan Hanelt, dem Präsidenten des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz, in Koblenz eingefunden und wurden von TVR-Präsident Ulrich Klaus in seiner Eröffnungsrede begrüßt.

Neuwahlen fanden bei der diesjährigen Mitgliederversammlung keine statt, dafür stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der kurz zuvor bekannt gewordenen positiven Mitgliederentwicklung im Gebiet des TVR. Ausgerechnet im Jahr des 75-jährigen Bestehens konnte ein Zuwachs von knapp vier Prozent vermeldet werden. „Es freut mich besonders, dass der Mitgliederzuwachs nicht nur bei den großen Vereinen festzustellen ist, sondern auch die kleinen Vereine Zuwächse verzeichnen. Tennis im Rheinland ist eine lebendige, 75-jährige Erfolgsgeschichte“, kommentierte Klaus die erfreulichen Zahlen. Beispielhaft für diese Entwicklung steht der TV Kleeblatt im TuS Mayen, der seit 2020 seine Mitgliederzahl von 245 auf aktuell 330 anheben konnte. Im Zuge dessen stellte Ralph Münzel, der 1. Vorsitzende des Vereins, sein Erfolgskonzept vor und machte dabei vor allem eine hohe Trainerqualität, viele Mitgliederevents sowie eine familienfreundliche Beitragsreglung für die jüngste Entwicklung verantwortlich. Darüber hinaus berichtete er von einem geplanten Neubau einer Tennishalle in Mayen.

Wenig später blickte Präsident Klaus im Jahr des 75-jährigen Bestehens, dass am 1. Juli gefeiert werden soll, auf einige Meilensteine des 1947 von 17 Vereinen gegründeten Verbandes zurück. Als große Triebfeder einer anhaltenden Erfolgsgeschichte bezeichnete Klaus die vielen ehrenamtlich Tätigen in den Mitgliedsvereinen. Stellvertretend dafür wurden bereits zuvor mit Manfred König vom TC Güls, der in seiner mehr als 15 Jahre andauernden Amtszeit als 1. Vorsitzender eine positive Entwicklung seines Vereins maßgeblich geprägt hat, sowie Hans Werner Remy (TC Rhein-Wied Neuwied), der insgesamt auf ein 43-jähriges Wirken im und für den Tennissport zurückblickt, zwei Ehrenamtler mit der silbernen Ehrennadel des TVR ausgezeichnet.

Auf eine ganz besondere Aktion machte Marco Meeß, Produktmanager bei Löwenstein Medical, aufmerksam. Mit beeindruckenden Zahlen, wonach der Einsatz eines Defibrillators innerhalb der ersten drei Minuten nach einem Herzstillstand die Überlebenschancen signifikant erhöht sowie einer einfachen Bedienung legte Meeß den Vereinsvertretern die Anschaffung des aufgrund einer Bezuschussung durch den TVR für 860 Euro zu erwerbenden Defibrillators nahe.

Während es an den Jahresberichten der Präsidiumsmitglieder nichts zu beanstanden gab, konnte auch Schatzmeister Wolfgang Jung positive Zahlen vermelden. Das im Etat des Vorjahres einkalkulierte Minus blieb aus, stattdessen konnte der TVR unter anderem durch den Mitgliederzuwachs sowie eine Förderung des Leistungssports einen kleinen Gewinn von rund 2.000 Euro verbuchen. Nachdem im Anschluss Jung sowie das restliche Präsidium entlastet worden waren, wurde der Haushaltsvoranschlag für 2022 einstimmig angenommen. Bevor gegen Ende der Mitgliederversammlung einige kleinere Satzungsänderungen, die zu mehr Flexibilität und einer Anpassung an die Moderne führen sollen, verabschiedet wurden, berichtete Klaus von der Hilfe für die im Vorjahr von der Flut betroffenen Tennisvereine an der Ahr. Dafür stellt der TVR im Solidaritätsfonds des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz knapp 40.000 Euro zur Verfügung.

Insgesamt war nach zwei schwierigen Corona-Jahren und der verheerenden Flut im Vorjahr auf der diesjährigen Mitgliederversammlung eine Aufbruchstimmung durchaus zu spüren. Dementsprechend blickte Klaus zum Abschluss positiv in die Zukunft. „Wie die Zahlen und die Stimmung zeigen, geht es mit dem Tennis bergauf. Der Tennissport lebt und ist wieder im Kommen“, so Klaus.