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Flynn Baumert krönt Leistung mit Turniersieg in Polen

Internationales Jugendturnier in PolenFlynn Baumert schlug letzte Woche beim Tennis Europe Turnier in Zabrze im Süden von Polen auf. Zwei Wochen zuvor hatte er noch etwas Lospech und kam in Spanien schon in der zweiten Runden gegen den Zweitgesetzen, dem er knapp unterlag. Dieses Mal in Polen klappte es jedoch mit dem großen Wurf und Flynn konnte beim internationalen Tennis Europe Turnier der zweithöchsten Kategorie seinen bisher größten Karriereerfolg feiern.

Leider war die ganze Turnierwoche durch sehr unbeständiges kühles Wetter geprägt. Mal regnete es, mal schien die Sonne und der Wind machte es den Spielern auch nicht einfacher. Somit fanden einige Spiele in der Halle statt und einige draußen auf Sand. Mit diesen erschwerten Bedingungen kam aber Flynn sehr gut zu Recht und gewann sein Auftaktmatch in der Halle gegen den Polen Czyrek glatt 6:3/6:0. Im weiteren Verlauf des Turniers konnten die Außenplätze wieder genutzt werden und das Achtelfinale entschied Flynn mit 6:3/7:6 wieder gegen einen polnischen Spieler für sich. Was nun folgte, war eine mentale und taktische Meisterleistung von Flynn. In allen drei folgenden Spielen, einschließlich dem Finale, verlor Flynn jeweils den ersten Satz, in dem er etwas zu passiv und hektisch agierte. Dies brachte Flynn aber nicht aus der Ruhe und über Willensstärke, Kampfgeist und auch Turnierroutine kämpfte er sich zurück in die Matches. Im Viertelfinale schlug er den stark aufspielenden Slovaken Guzon nach 2,5 Stunden mit 1:6/7:5/6:1 und im Halbfinale musste Flynn sich nun gegen den Polen Barcik beweisen, der im Viertelfinale die Nummer 1 aus dem Turnier genommen hatte. Nach fast dreistündiger Spielzeit konnte Flynn den Einzug in sein erstes Cat.2 U16 Finale bejubeln. Er schlug den Polen in drei Sätzen mit 4:6/7:5/6:3.

Am Finaltag spielte leider wieder das Wetter nicht mit. Das Finale begann draußen bei leichtem Nieselregen und beim Stand von 3:4 aus Flynns Sicht gab es eine Regenunterbrechung und das Finale musste in die Halle verlegt werden.

Sein Gegner Piotr Czaczkowski, wieder ein polnischer Spieler, kam mit der Pause und dem Wechsel in die Halle besser zu recht und Flynn verlor den ersten Satz mit 3:6. Flynn besann sich jedoch auf seine Stärken und seinen enormen Siegeswillen und kämpfte sich in das Spiel zurück. Es folgte ein Schlagabtausch auf Augenhöhe und der zweite Satz war geprägt von vielen schnellen harten Aufschlägen und Ballwechseln. Den Zuschauern, aber auch den beiden Finalisten war klar: Wer hier das erste Break schafft, gewinnt den zweiten Satz. Beim Stand von 4:3 gelang Flynn das erhoffte Break und konnte letztendlich den Satz mit 6:3 für sich entscheiden.

Somit ging das Finale in die Verlängerung und der dritte Satz stand an. Doch auch dieser Satz blieb eng. Die Kontrahenten schenkten sich nichts und es war ein Finale auf sehr hohem Spielniveau. Beide Spieler wollten das Turnier gewinnen und den großen Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Beim Stand von 4:4 schaffte Flynn das Break zum 5:4 und der Gesamtsieg schien zum Greifen nah. Sein polnischer Gegenspieler konterte jedoch direkt und holte sich das Break zurück. In dieser wichtigen Spielphase zeigte Flynn nun sein bestes Tennis und konnte erneut durch ein Break mit 6:5 in Führung gehen. Das entscheidende Spiel sollte nun 11 Minuten dauern und nach drei abgewehrten Breakbällen war es der vierte Matchball den Flynn zum Turniersieg verwandeln konnte.

Überglücklich nahm Flynn den großen Siegerpokal und zahlreiche Geschenke vom Turnierausrichter entgegen.  Sogar das polnische Regionalfernsehen war zugegen und Flynn musste sein erstes Siegerinterview auf der Tour geben.

Auch im Doppel war Flynn sehr erfolgreich und erreichte mit seinem Partner Toros Eros Yakincam aus Baden-Württemberg das Halbfinale. Somit ging eine sehr anstrengende und siegreiche Woche in Polen zu Ende.

Nun stehen weitere internationale Turniere auf dem Programm, aber mit dem Wissen nicht immer sein konstantes Tennis gespielt zu haben, aber durch die enorm starke mentale Leistung doch noch zu gewinnen, fiebert Flynn neuen Aufgaben entgegen.

Foto: privat

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